MRT Aufnahme der Wirbelsäule

MRT / Magnetresonanztomographie 

in der Radiologie Dinkelsbühl

Die Kernspintomographie, auch Magnetresonanztomographie oder kurz MRT genannt, ist eine moderne diagnostische Technik, die durch die Verwendung von Magnetfeldern und Radiowellen  die Darstellung von Geweben und inneren Organen ohne Strahlenbelastung erlaubt.

Untersuchungsmethode

Zur Untersuchung wird eine überdimensionale Spule, die ein Magnetfeld erzeugt, verwendet. Im Volksmund wird das Gerät „Röhre“ genannt. Schädliche Wirkungen dieser Magnetfelder mit einer Stärke bis zu 8 Tesla sind bisher nicht bekannt. In unserer Praxis werden Geräte mit 1,5 Tesla eingesetzt.

Der Arzt macht sich nun zunutze, dass sich die Atome im Körper durch das Magnetfeld in einer bestimmten Achse ausrichten. Unter Zuhilfenahme der eingestrahlten Radiowellen kann man diese Achsen auslenken. Bei einem Abschalten der Radiowellen kommt es zu einem Wiederaufrichten der Achsen und dabei wird ein gewerbetypisches Signal abgegeben. Diese Signale werden gemessen und von einem Computer in ein Bild umgewandelt.

Für welche Körper- bzw. Organsysteme ist dieses Verfahren be-sonders geeignet?

Die Kernspintomographie hat besondere Vorteile bei der Untersuchung von nicht-knöchernen Strukturen wie Weichteilen, Gelenken sowie der Wirbelsäule mit Rückenmark und dem Gehirn. Auch innere Organe (mit Ausnahme der Lunge) lassen sich sehr gut mit der MRT untersuchen.

Durch eine Vielzahl von vorhandenen Spulen können alle Körperregionen mit hoher Qualität untersucht werden.

Die Vorteile gegenüber der Röntgen-Computertomographie sind eine bessere Abbildbarkeit von Weichteilstrukturen (Bandscheibe, Sehnen, Bänder), eine bessere Darstellbarkeit von Durchblutungsstörungen und Tumoren im Gehirn sowie eine sehr gute Darstellung  des arteriellen und des venösen Blutgefäßsystems (MR-Angiographie) bei speziellen Fragestellungen wie Stenosen oder Aneurysmata.

Außerdem ermöglich die Methode eine sehr gute Darstellung des Gallenganges (MR-Cholangiographie, MRCP) und des Bauchspeicheldrüsenganges bei v.a. Engstellen, Steinbildung oder Tumoren. Dieses nicht-invasive Verfahren dient zu einer ersten Abklärung des Krankheitsbildes und hilft in vielen Fällen die invasive Untersuchung mittels eines Katheters zu vermeiden.

Welche MRT-Untersuchungen können in der Radiologie Dinkelsbühl durchgeführt werden?

  • Standarduntersuchungen des gesamten Körpers
  • Kopf, Gehirn und Rückenmark
  • Wirbelsäule
  • alle Gelenke
  • Muskeln, Bänder und Knorpel
  • Arme und Beine
  • Halsweichteile
  • Bauch- und Beckenorgane
  • Gallen- und Bauchspeicheldrüsengang ohne Kontrastmittel
  • Nieren und Harnwege
  • Weibliche Beckenorgane
  • Multiparametrische MRT der Prostata (mpMRT)
  • Blutgefäße (Kopf, Hals und Nieren)

Wie läuft die MRT-Untersuchung ab?

In der Vorbereitungskabine werden Sie zunächst aufgefordert, Schmuckgegenstände, Ihre Uhr, lose Metallteile wie Schlüssel, herausnehmbare Prothesen oder Hörhilfen, den Geldbeutel mit Scheckkarten und ähnliches abzunehmen.

Solche metallischen Gegenstände müssen entfernt werden, damit sie die Untersuchung nicht stören und auch selbst - im Falle Ihrer Uhr oder der Scheckkarten - nicht beschädigt werden. Je nach Fragestellung werden Sie dann gebeten, Teile Ihrer Kleidung abzulegen.

Falls eine Kontrastmittelinjektion erforderlich ist oder erforderlich werden könnte, wird Ihnen in eine Vene am Unterarm eine Venenverweilkanüle gelegt, damit Ihnen dann (ggf. über das automatische Kontrastmittelinjektionssystem) das Kontrastmittels während der Untersuchung injiziert bzw. infundiert werden kann.

Im MRT-Raum liegen Sie dann auf einer beweglichen, gepolsterten Liege. Die zu untersuchende Körperregion wird mit einer Spule umschlossen und in die Magnetröhre (Gantry, Innendurchmesser ca. 70 cm) eingefahren. Zum Schutz vor den Geräuschen der MRT-Gradienten, welche die Radiowellen erzeugen, erhalten Sie je nach Wunsch Ohrstöpsel oder Kopfhörer, über die Sie auch Musik empfangen können. Gegebenenfalls wird die Venenverweilkanüle an die Injektionspumpe angeschlossen.

Sie erhalten den Untersuchungsablauf noch einmal kurz erklärt und zur Sicherheit erhalten Sie eine Notfallklingel, mit der Sie gegebenenfalls das Untersuchungspersonal kurzfristig in den Untersuchungsraum rufen können. Außerdem stehen Sie über ein Mikrofon ständig in Verbindung mit der Sie betreuenden medizinisch-technischen Röntgenassistentin.

Während der Untersuchung hören Sie in verschiedenen Untersuchungsabschnitten unterschiedliche, teilweise laute und rhythmische Begleitgeräusche. Diese kommen, wie oben gesagt, von den Gradienten, welche die Radiowellen erzeugen und sind trotz ihres lauten Charakters völlig ungefährlich.

Die Auswertung der Aufnahmen wird anschließend noch einmal 15-20 Minuten in Anspruch nehmen. Sobald die Aufnahmen fertig bearbeitet sind, erhält der/die zuständige Arzt/Ärztin die Aufnahmen zur Begutachtung.

Durch das erforderliche Magnetfeld gibt es Anwendungseinschränkungen für bestimmte Patienten, siehe Vorbereitungsmassnahmen.

Patientenformation zur Vorbereitung auf die MRT-Untersuchung

Soweit beim behandelnden Arzt verfügbar, sollten Sie Ihre Laborwerte (insbesondere Nierenwerte) mitbringen, die möglichst nicht älter als 6 Monate sein sollten.

In folgenden Fällen sind spezielle Vorbereitungsmassnahmen erforderlich:

  • Bei Patienten mit Platzangst kann Gabe eines leichten Beruhigungsmittels hilfreich sein. Bitte informieren Sie uns bei der Terminvereinbarung.
  • Patienten mit metallischen, magnetischen Prothesen, Implantaten oder Insulinpumpen können nur untersucht werden, wenn diese nachgewiesenermaßen MRT-tauglich sind. Hier ist die Vorlage eines Prothesen- bzw. Gerätepasses mit entsprechendem Eintrag oder eine gleichwertige Bescheinigung erforderlich
  • Für Herzschrittmacherträger: Sie können nur dann im MRT untersucht werden, wenn der implantierte Schrittmacher MRT-tauglich ist. Auch hier ist die Vorlage eines Gerätepasses erforderlich.
    Der Schrittmacher muss in der Regel vor der MRT-Untersuchung durch einen kardiologisch versierten Arzt entsprechend für die Untersuchung vorbereitet (programmiert) werden und nach der Untersuchung wieder in den ursprünglichen Arbeitsmodus zurückversetzt werden. Näheres erfahren Sie bei der Anmeldung zur Untersuchung.

Bitte kalkulieren Sie mit folgendem Zeitbedarf für die Untersuchung:

  • Gehirn ca. 20 Minuten
  • Skelett ca. 20 Minuten
  • Gelenke ca. 20 Minuten
  • Weichteile ca. 20 Minuten
  • Angiographien und Untersuchungen des Abdomens (Bauchraum) bis zu 45 Minuten
  • Multiparametrische MRT der Prostata bis zu 40 Minuten

Die größten MRT-Mythen – die Radiologie Dinkelsbühl klärt auf

Mythos 1: „Die Strahlung bei der MRT-Untersuchung ist schädlich."

Falsch. Weil das MRT auf Magnetismus beruht, ist der Körper – anders als beim Röntgen – keiner ionisierenden Strahlenbelastung ausgesetzt. Deshalb ist die Magnetresonanztomographie ein sehr schonendes und risikoarmes Untersuchungsverfahren.

 

Mythos 2: „Mit Tattoos drohen im MRT Verbrennungen."

So pauschal ist das falsch, allerdings sollte man bei Tattoos achtsam sein: Der Grund sind mögliche Metallpartikel in der Farbe. Bei neueren Tattoos, die in Deutschland oder zumindest Europa gestochen worden sind, werden solche Farben nicht mehr verwendet. Bei älteren oder anderswo gestochenen Tattoos klärt das Radiologie-Team das Risiko. Übrigens: Aus demselben Grund sollte man am besten ungeschminkt zum MRT kommen. Denn auch in Make-Up können Metallpartikel enthalten sein.

 

Mythos 3: „In der MRT-Röhre ist man ganz allein."

Falsch, denn alleine lassen wir Sie während der MRT-Untersuchung selbstverständlich nicht: Wir haben jederzeit Sichtkontakt zu unseren Patienten im MRT und können Sie dort auch hören, sind also immer ansprechbar und in unmittelbarer Nähe. Im MRT hat man also immer eine achtsame Begleitung.

 

Mythos 4: „Beim MRT muss man ewig stillhalten."

Falsch, denn viele MTR-Untersuchungen dauern nur sehr kurze Zeit. Außerdem arbeiten unsere hochmodernen MRT-Geräte viel schneller und genauer als es früher der Fall war.

 

Mythos 5: „Röhre ist gleich Röhre."

Falsch! Es ist ganz wichtig, zwischen MRT und CT zu unterscheiden. Die Magnetresonanztomographie (MRT) bietet in vielen Fällen Vorteile gegenüber einer Computertomographie (CT), etwa keine ionisierende Strahlung. Lassen Sie sich vor einer Untersuchung in jeden Fall von Ihrem Arzt beraten!

Raum mit einem weißen Kernspintomograph

Kernspintomographen

Für MRT-Untersuchungen haben wir zwei moderne 1,5 Tesla Kernspintomographen der Firma Siemens zur Verfügung (Siemens Magnetom Aera und Essenza).

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+49 (0)9851-57260

Kolbergerstraße 4
D - 91550 Dinkelsbühl